Protest der Dokumentarfilmer

Protest in Stuttgart: "Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar!" | Übermedien 02.07.17, 14)43
Protest in Stuttgart: „Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar!“
Boris Rosenkranz 30. Juni 2017 Deutscher Dokumentarfilmpreis
Möglicherweise bekommt Stefan Eberlein heute Abend einen Preis, aber so richtig freuen kann er sich nicht. Im Gegenteil: Eberlein ist ein bisschen sauer, weil er findet, dass seine Arbeit als Dokumentarfilmer nicht genug geschätzt wird – und nicht ausreichend bezahlt. Deshalb will er am Abend dagegen protestieren, zusammen mit weiteren neun von zwölf Nominierten, bei der Verleihung des Deutschen Dokumentarfilmpreises in Stuttgart. Auf der Bühne.
Die Nominierten haben sich bereits vorab mit Ihrer Klage an die Presse gewandt, auch an Übermedien. In ihrer Protestnote schreiben die Regisseure, der Dokumentarfilm erlebe in den vergangenen Jahren „einen außerordentlichen Boom“. „Allerdings steht die gesellschaftliche Bedeutung des Dokumentarfilms im Widerspruch zum Status, den diese Filme im Programm des öffentlich- rechtlichen Fernsehens haben – und zu unserem rauen Alltag.“
Die Nominierten beklagen einerseits, dass „dieses hochgelobte Genre“ im Programm von ARD und ZDF zu wenig Raum erhalte, und dass selbst Plakat: SWR
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in den Dritten Programmen „preisgekrönte Filme“ erst um Mitternacht liefen. Andererseits geht es um das Geld, das die Regisseure dafür bekommen. Um zu zeigen, wie wenig sie verdienen, haben die Nominierten aus Aufwand und Honorar ihrer nun nominierten Filme ein durchschnittliches Gehalt berechnet: Auf rund 120 Euro pro Tag kommen sie dabei, „etwas über dem Mindestlohn“. Und das betreffe „nicht irgendwelche Filme“, betonen sie, „sondern die besten zwölf der letzten beiden Jahre.“
„Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar“, so die Nominierten.
Dass Dokumentarfilmer die Umstände beklagen, ist nicht neu. Immer mal wieder melden sich welche zu Wort, seit Jahrzehnten. Vor fünf Jahren, zum Beispiel, machte die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) mit einer großen Studie darauf aufmerksam, wie schlecht es um das Einkommen ihrer Mitglieder stehe. Sie berechnete damals einen Bruttolohn pro Tag von rund 99 Euro, also noch weniger als die Nominierten jetzt. Was auch daran liegen mag, dass deren Datengrundlage spärlich ist: eben nur die zehn nominierten Filme. Die AG Dok befragte damals 92 Dokumentarfilmer über drei Jahre.
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Beite Spanne: Honorare für die nominierten Filme Tabelle: Nominierte
Die Honorare für die nominierten Filme schwanken stark: zwischen 29.000 Euro für den günstigsten und immerhin 115.000 Euro für den teuersten. Die beiden Spitzen wurden allerdings weggelassen, um den Mittelwert zu berechnen. Dass einer der Filme mit so viel Abstand vorne liegt, kann verschiedene Gründe haben. Ist zum Beispiel der Gegenstand des Films populär, eine Marke womöglich, eine bekannte Person, gibt es mehr Geld. Entsprechend, wenn der Regisseur bereits namhaft ist.
Insgesamt ist die „Studie“ aber keine richtige Studie, dafür ist der Datensatz zu überschaubar. Vielmehr sind die Tabellen Ausdruck des eigenen finanziellen Leids der Nominierten.
Den feierlichen Anlass heute Abend wollen sie nun nutzen. Zumal es sich hier ja, das betonen sie immer wieder, um preiswürdige Filme handle, die schlecht bezahlt würden. Programmverantwortliche in den Sendern wollten diese Filme eher nach hinten schieben im Programm. Zu komplex
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alles. Zu langweilig. Es gehe ihnen ausschließlich um die Quote, und die sei bei Dokumentationen eben kleiner als bei einem Fußball-Spiel der Champions League. „Aber bei solchen Preisverleihungen“, schimpft Eberlein, „brüsten sich die Sender dann plötzlich mit uns.“ In Finanzierung und Sendeplätzen schlage sich diese Begeisterung allerdings nicht nieder.
Beachten muss man dabei, dass es den Nominierten bei ihrem Protest ausschließlich um den „künstlerischen 90-Minuten-Dokumentarfilm“ geht, die angebliche Königsdisziplin. Alles, was drunter ist, auch Dokumentarfilme von immerhin 45 Minuten Länge – dafür kämpfen die Regisseure nicht. „Wir wollen eine Lanze für den 90-Minuten-Film brechen“, sagt Eberlein. Was bemerkenswert ist: Die Dokumentarfilmer differenzieren noch mal im eigenen Genre. Jeder kämpft für sich. Was manchen Kollegen irritieren dürfte.
In ihrer Protestnote sprechen sie demnach auch von nur „rund ein[em] Dutzend Dokumentarfilme“, das „die ARD“ binnen eines Jahres zeige. Das wäre in der Tat sehr wenig, so insgesamt, für die ganze ARD. Bestätigt ist die Zahl nicht. Auf Nachfrage präzisiert Eberlein, es handle sich auch hier nur um Filme, die 90 Minuten dauern. Und mit „die ARD“ ist auch nur das Erste Programm gemeint. Die Dritten Programme sind ausgeklammert, obwohl Eberlein sie explizit kritisiert. Was auch eine persönliche Angelegenheit ist.
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Parchim International - Kinotrailer - Kinostart: 19.05.2016
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Sein Film „Parchim International“, bereits preisgekrönt und nun auch in Stuttgart nominiert, sei erst nachts im NDR Fernsehen gelaufen, sagt Eberlein: „Das ist echt ein Witz! Das ist ein guter Film, der ist lustig und alles!“ Aber es habe eben bloß diesen Sendeplatz gegeben. Die Verantwortlichen trauten sich nicht, so etwas früher zu senden und dann dazu zu stehen. „Und ich als einzelne Person kann nicht das Sendeschema des NDR beeinflussen“, sagt Eberlein. Das müssten Programmdirektoren und Intendanten machen.
Natürlich weise man permanent auf die schlechten Bedingungen hin. Vor allem versuche man, „Kollegen zu sensibilisieren“, dass es sich um ein „systematisches Problem“ handle. Damit sie merken würden, dass sie nicht
Die Protestierenden
Von den zwölf Regisseuren, die für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2017 nominiert sind, wollen laut Stefan Eberlein zehn gegen die in ihren Augen schlechten Arbeitsbedingungen in ihrem Genre protestieren. Darunter sind: David Bernet, Manuel Fenn, Andres Veiel, Marcus Vetter und Karin Steinberger.
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allein dastehen. Und da alle Dokumentarfilmer „auch Künstler“ seien und eher Einzelkämpfer, sei man nun froh, dass bis auf zwei Nominierte aus dem Ausland alle geschlossen protestierten: die Künstler des 90-Minuten- Films.
Vorab das Gespräch mit den Sendern gesucht, haben die Nominierten nicht, sagen sie. Auch von ihrer Protestaktion heute Abend weiß offenbar niemand etwas. Erst nachdem sie die Bühne „geentert“ und ihren Protest vorgetragen haben, wollen sie sich, sagt Eberlein, an Peter Boudgoust wenden, den Intendanten des Südwestrundfunks (SWR). Der öffentlich- rechtliche Landessender richtet das „Doku Festival“ aus, auf dem der Preis vergeben wird.
Die zehn Nominierten fordern: „Eine Umsetzung der Anerkennung des Genres auch durch höhere Budgets. Ohne dass es dann weniger Sendeplätze gibt. Sondern mehr.“ Und: „Das Ende der Dumping- Honorare.“
Offenlegung: Ich bin freier Magazin-Autor für das NDR Fernsehen.
Nachtrag, 21:03. Gegen Ende der Preisverleihung hat David Bernet, in Anwesenheit der anderen Dokumentarfilmer, auf der Bühne die Protestnote verlesen. SWR-Intendant Boudgoust hat dazu nicht mehr Stellung genommen. Die Preisverleihung endete kurze Zeit später mit einem gemeinsamen Gruppenfoto aller Beteiligten.
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Screenshot: SWR
Nachtrag, 1.7.2017. In unserem Text stand ursprünglich auch, welcher der nominierten Filme der bestbezahlte war. Die Dokumentarfilmer hatten darüber zunächst offen gesprochen, nach Veröffentlichung des Textes aber darum gebeten, es doch nicht zu erwähnen. Auch in der „Studie“ sind die Filme anonymisiert. Wir haben es deshalb nun geändert.
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Peter Frey zu Dokus

„Dokus sind nachhaltiger“
Dem ZDF drohen sparsame Zeiten, der Sender muss massiv Personal einsparen. Chefredakteur Peter Frey erklärt, warum das gar nicht so schlimm ist.
Peter Frey
Peter Frey über die Sparpläne beim ZDF
Ab in die Dokumentation: „ML mona lisa“ macht im Sommer zu Foto: dpa
Weil die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) festgestellt hat, dass einstige Verantwortliche das ZDF stärker aufgebläht hatten als genehmigt, hat die KEF den Sender zum Sparen verdonnert: ein Minus von 562 „Vollzeitäquivalenten“ in Redaktion, Produktion und Verwaltung.
taz: Herr Frey, erst haben Sie „ZDF Reporter“ gestrichen, dann „ZDF Umwelt“ und nun „ML mona lisa“. Wie sehr sparen Sie auf
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Peter Frey über die Sparpläne beim ZDF: „Dokus sind nachhaltiger“ - taz.de 14.03.17, 16*34
Kosten des Programms?
Peter Frey: Wir trennen uns von Bekanntem und entwickeln etwas Neues. Wer nach den Vorgaben der KEF so massiv Personal sparen muss wie das ZDF, der kann Veränderungen nicht anders umsetzen. Nur so konnten auch ZDFzoom und ZDFzeit entstehen. Und auch nur so konnten wir ZDFinfo als dokumentationsorientierten Digitalkanal ausbauen – sehr erfolgreich mit inzwischen 1,2 Prozent Marktanteil, das heißt: täglich vier Millionen Zuschauern, vor allem beim jüngeren Publikum.
Dokus statt Magazine – ein Trend?
Dahinter steht tatsächlich eine strategische Entscheidung. In Magazinen laufen häufig dieselben Themen, nur anders aufbereitet. Dokumentationen bieten mehr Chancen zu Originalität und Vertiefung. Außerdem bleiben sie länger frisch und können so immer wieder eingesetzt werden – im Hauptprogramm, auf ZDFinfo, 3sat und Phoenix. Dokus sind nachhaltiger als Magazine.
Senden Sie noch mehr Dokus, wenn „ML mona lisa“ im Sommer ausläuft?
Wir planen tatsächlich eine neue Reihe und wollen nach britischem und skandinavischem Vorbild auf Constructive Journalism setzen. Uns wird doch immer wieder vorgeworfen, wir würden – etwa bei ZDFzoom – nur den Finger in die Wunde legen oder – etwa bei 37 Grad – vor allem auf Schicksale setzen. Jetzt werden Lösungen im Mittelpunkt stehen: Wie schaffen wir günstigen Wohnraum in unseren Innenstädten oder wie können wir unsere Schulen besser machen? Wir werden dafür die deutsche Wirklichkeit und europäische Erfahrungen vergleichen.
Dieser Ansatz erinnert an das neue Re: auf Arte.
Auch das ist kein Zufall, sondern zwischen den Chefredaktionen
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Peter Frey über die Sparpläne beim ZDF: „Dokus sind nachhaltiger“ - taz.de 14.03.17, 16*34
besprochene Sache. Unsere Idee ist, im Jahr etwa 15 Filme so zu konzipieren, dass wir sie auf beiden Sendeplätzen laufen lassen können.
Können Sie für „Frontal 21“, „Auslandsjournal“ und „Wiso“ Entwarnung geben?
Absolut! Eine unserer Grundlinien ist nämlich auch: Wir wollen mehr Exzellenz im Hauptprogramm ab 19 Uhr, wenn wir besonders viele Zuschauer haben. Damit wir für diese Sendungen unsere Kräfte bündeln und etwa auch investigativ arbeiten können, müssen wir auf anderes verzichten, denn: Nach der Rasenmähermethode überall ein bisschen zu kürzen, funktioniert nicht mehr. Bei den Nachrichten und auch in anderen Redaktionen ist es längst eng geworden. Wir müssen Prioritäten setzen und – das hat unser Personalrat immer wieder gefordert – auch etwas aufgeben.
Im Haus heißt es, „drehscheibe“ und „hallo deutschland“ sollen zusammengelegt werden. Es ist sogar von einer Fusion der Redaktionen von „Morgen“- und „Mittagsmagazin“ die Rede – das eine bisher in Berlin, das andere in Mainz.
Schon jetzt arbeiten „drehscheibe“ und „hallo deutschland“ in Teilen zusammen. Wir denken aber darüber nach, wie wir hier noch mehr Synergien schaffen können. Die Sendungen sollen jedenfalls ihre Eigenständigkeit behalten: Man spricht Zuschauer zu unterschiedlichen Uhrzeiten auch unterschiedlich an. Außerdem haben die Sendungen jeweils eigene Aufgaben. Die „drehscheibe“ schaut etwa am Mittag ins Land, statt sich nur in den Metropolen zu bewegen. Diesen Blick in die deutsche Realität brauchen wir auch weiterhin, aber die redaktionellen Strukturen dahinter können schlanker werden.
Was haben Sie eigentlich mit den MitarbeiterInnen von „ML mona lisa“ vor, die ja noch in München sitzen – weit weg von der Mainzer Zentrale?
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Peter Frey über die Sparpläne beim ZDF: „Dokus sind nachhaltiger“ - taz.de 14.03.17, 16*34
Erst mal: „ML mona lisa“ steht für fast 30 Jahre gesellschaftspolitisch engagierten Fernsehjournalismus aus der Perspektive der Frauen. Sich von einer so renommierten Sendung zu trennen, fällt nicht leicht. Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Im Gegenzug halte ich es für zumutbar, den Arbeitsort zu wechseln. Die Zentrale des ZDF ist nun mal in Mainz und so steht es auch in fast allen Arbeitsverträgen. Wir bieten dort andere, spannende Arbeitsplätze – im Bereich Dokumentationen, aber auch für heute.de und Social Media. Aktuell habe ich außerdem eine Position im Studio Peking frei und in Berlin müssen wir „Frontal 21“ verstärken.
München ist keine Option?
In unserem Landesstudio haben wir jedenfalls nicht genügend Arbeitsplätze, um die gesamte Redaktion aufzufangen. Wir loten das einzeln aus und berücksichtigen dabei selbstverständlich auch soziale Härtefälle.
Ihre Vorgänger konnten ausbauen, Sie müssen streichen.
Schön ist das nicht, andererseits sind die Zeiten für JournalistInnen so spannend wie nie. Unsere Nachrichten sind gefragt, wir sind relevant, wir werden gebraucht – aktuell etwa im Kampf gegen Fake News. Ich bin froh, dass wir nicht im „Es bleibt alles beim Alten“-Modus gefangen sind, und allen dankbar, die mitziehen. Wir bauen nicht nur ab, sondern zusammen vor allem auch um. Auch mit unserem neuen Constructive-Format wollen wir im deutschen Fernsehen wieder die Nase vorne haben.
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Terror in Berlin : Oh nein, mein Berlin!
Von Samer Masouh, Abdol Rahman Omaren, Muhamad Abdi und Khalid al-Aboud 23. Dezember 2016, 16:41 Uhr
Inhalt
Montag, der Montag
In dieser Woche vor Weihnachten erschien mir die Lage auf allen Ebenen sehr instabil: Die Weltpolitik, Regionalnachrichten, die Menschen in meiner Umgebung und ihre Probleme, mein Deutschkurs und meine unmöglichen Zukunftspläne. Es war Montag, der 19. Dezember. Zuerst musste ich zum Jobcenter. Trotz aller Übersetzungsversuche hatte ich den letzten Brief nicht verstanden. Dann musste ich schnell zu einem Freund, um eine mögliche Arbeitsgelegenheit zu besprechen. Bis 13 Uhr musste ich das erledigt haben. Da fand das wöchentliche Treffen unserer Projektgruppe "Amal, Berlin" mit den anderen geflüchteten Journalisten statt. Auf dem Weg dorthin kreisten meine Gedanken um einen Artikel, den ich bis zum Abend fertig haben musste. Über Aleppo und das Massaker, das dort gerade stattfindet.
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Samer Masouh (37) aus Homs in Syrien hat in Damaskus Jura studiert. Als die Revolution in Syrien begann, hat er als Reporter für Reuters und für das Syrien-Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung gearbeitet. Seit einem Jahr ist er in Berlin. © Samer Masouh
Endlich kam ich in unserem Redaktionsraum an. Ein bisschen zu spät, aber kein Problem. Wir hatten viel zu tun und die Zeit verging zu schnell. Es ging um Begriffe: Welche Worte wollen wir in unseren Artikeln verwenden? Wie nennen wir das, was gerade in Syrien geschieht? Revolution? Bürgerkrieg? Was hat Frau Merkel letzte Woche gesagt? Was hat die AfD diese Woche vor? Die Sorgen der Flüchtlinge, die Entscheidungen der Behörden... 
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Ach, Mensch! Ich krieg die Krise. Ich konnte kaum erwarten, dass wir fertig waren. Ich wollte mit einem Kollegen noch zum Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Ein bisschen feierliche Stimmung genießen. Es wurde langsam dunkel, schon wieder. Das Zeitgefühl hatte mich verlassen. Es war schon halb sechs. Mein Telefon klingelte. Es war Kinan, ein Kollege. Kaum hatte ich abgenommen, fing er an zu schreien: "Hast nicht gehört? Der russischen Botschafter in Ankara wurde erschossen, der Täter..." Ich musste ihn stoppen: "Mach mal langsam! Was ist los?" Kurz darauf legte ich auf und fing an, im Internet die Nachrichtenseiten zu durchzugucken. Was sagen die Türken, wie reagieren die Russen, die Deutschen, die Amerikaner? Ich sollte etwas schreiben.
Plötzlich klingelte es wieder. Wieder Kinan. Ich nahm ab, er schrie wieder: "Hast du gehört? Schießerei nahe dem Islamischem Zentrum in Zürich, drei Verletzte, bis jetzt." Ich musste ihn wieder stoppen: "Ich kann nicht mehr folgen! Ich muss zwei Artikel schreiben, lass mich in Ruhe wir sprechen morgen drüber!" Ich legte auf und macht mich wieder an die Arbeit.
Es war schon acht Uhr. Der erste Artikel war fertig, aber ich konnte noch nicht zum Weihnachtsmarkt gehen. Ich musste ja noch den zweiten Artikel abschließen. Oh, nein, es ist wieder Kinan. Ich nehme nicht ab. Er ruft ein zweites und drittes Mal an. Dann eine SMS von ihm. Ich habe aber keine Lust mehr. Ich schalte mein Telefon aus. Es ist schon neun Uhr. Jetzt reicht es, ich gehe jetzt endlich. Glühwein, Bratwurst und gebrannte Mandeln warten auf mich. Ich freue mich auf die Atmosphäre am Ku‘damm, auf die lachenden Gesichter und die netten Passanten. Man kann in Berlin sehr einfach mit den Passanten ins Gespräch kommen. Ach, wie stressig der Tag heute war!
Ich laufe runter zum Ku‘damm, schalte mein Handy wieder ein. Was ist hier los? So viel Polizei, so viele Rettungswagen, panische Gesichter. Der Weg ist gesperrt!
Amal, Berlin!
Amal, Berlin, das sind zehn Journalist_innen aus Syrien, Afghanistan, Ägypten und dem Iran, die dabei sind, eine Internetplattform mit Nachrichten aus Berlin aufzubauen. Sie berichten auf Arabisch und Farsi über Politik, Kultur und Gesellschaft in der Hauptstadt. Ziel ist, die wachsende Bevölkerung Berlins, die noch nicht gut genug Deutsch kann, um eine Tageszeitung zu lesen, mit Informationen zu versorgen.
Nur wer weiß, was passiert, kann sich auch beteiligen und zu Hause fühlen. Derzeit läuft der Probebetrieb,  Anfang 2017 soll die Plattform online gehen.
Amal, Berlin! ist ein Projekt der Evangelischen Journalistenschule und wird von der EKD finanziert. Im September hat es mit einem zweimonatigen Workshop begonnen, in dem die  Journalist_innen mit den Besonderheiten des journalistischen Arbeitens in Berlin vertraut gemacht wurden.
Mit meinem gebrochenen Deutsch frage ich einen Polizisten: "Entschuldigen Sie! Alles gut?" Er guckt mich von oben bis unten an: "Anschlag auf Weihnachtsmarkt! Verdacht auf einen Terroranschlag! Viele Tote! Sie gehen am besten sofort nach Hause!" Er geht weiter. Ich bleibe ruhig und stumm, mit weit offenen Augen starrte ich die Lichter an. "Oh nein, mein Berlin!"
Mein Telefon klingelt wieder, ich kann aber diesmal nicht sehen, wer es ist, meine Augen sind voller Tränen. Dabei weine ich normalerweise nicht. Es ist bestimmt Kinan. "Wir sprechen später", mehr kann ich mit heiserer Stimme nicht sagen. Von Samer Masouh
Der Lkw, der über unsere Herzen fuhr
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass der Lkw, der Unschuldige auf dem Weihnachtsmarkt von Berlin tötete, auch mein Herz und das Herz vieler anderer in Deutschland überfahren hat.
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Abdol Rahman Omaren (37) ist Journalist aus Syrien. 2005 hat er sein Examen an der Universität von Damaskus gemacht. Er hat für syrische Zeitungen und Magazine gearbeitet und war Nachrichten-Redakteur bei "Alaan-TV". Er schreibt Kurzgeschichten und Erzählungen für Kinder. Mit seinem Begegnungschor hat er am Breitscheidplatz für die Opfer des Anschlags gesungen. © Abdol Rahman Omaren
Mich hat die Nachricht so erschüttert, als sei ein naher Verwandter getötet worden. Dabei habe ich anfangs gar nicht daran gedacht, welche Auswirkungen dieser Anschlag auf mich und die anderen Flüchtlinge haben könnte. Ich dachte nur an die Brutalität und an die Opfer. An sie ganz besonders: Wie sie kurz vor ihrem Tod über den Weihnachtsmarkt gingen, die Stände anschauten, Süßigkeiten und Glühwein kosteten. Andere waren vielleicht nur zufällig auf dem Markt, weil sie auf dem Weg nach Hause waren, oder sie arbeiteten dort. Die Terroristen kümmern sich nicht um die Träume ihrer Opfer und was sie den Menschen bedeuten, die sie lieben.
Nach dem Anschlag stießen manche Flüchtlinge auf Hass und Ablehnung. Doch ich finde es nicht richtig, das Leben der einen mit dem Hass auf andere zu verrechnen. Im Gegenteil: Wir müssen den Terrorismus und Extremismus besiegen. Wir müssen zusammenstehen, eine Rose und eine Kerze im Gedenken an die unschuldigen Opfer hier in Berlin und überall auf der Welt niederlegen. Berlin ist es wert. Die Stadt zieht ihre Schönheit und ihre Magie aus den Herzen und aus dem Lächeln ihrer Bewohner. Von Abdol Rahman Omaren
Ich liebe Dich, Berlin!
Die dunklen Kräfte des Terrors wollen den Menschen in Berlin Angst machen. Entfesselt wurden sie von Menschen, die es lieben, zu töten, Gesellschaften zu zerstören und Freundschaften zu vernichten. Aber diese Kräfte wissen nicht, dass Berlin stärker ist als sie und ihr Terror. Denn Berlin öffnet seine Arme für alle!
Uns, die hergekommen sind, um Schutz zu finden und sich in die Gesellschaft einzufügen, hat die kalte Angst gepackt, als wir von dem Anschlag am Montag hörten: Was geschieht nun mit uns? Was machen diese Verbrecher hier? Wieso müssen wir nun die Konsequenzen tragen? Gerade die, die ihr neues Leben in Berlin in jedem Detail lieben, leiden unter diesem Schmerz.
Hatten doch die Deutschen sich solche Mühe gegeben, die Neuen aufzunehmen. Sie halfen den Flüchtlingen und gaben ihnen einen Platz mitten in ihrer Gesellschaft. Ausgerechnet sie wurden nun Ziel von gleich mehreren Angriffen und kriminellen Taten, die von Flüchtlingen begangen werden. Da erschien es absehbar, dass dies das Bild der Flüchtlinge in Deutschland insgesamt verschlechtern würde. So wie das Sprichwort: Eine faule Tomate verdirbt die ganze Schüssel Tomatensalat. 
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Muhamad Abdi (24) hat an der Universität von Damaskus Medienwissenschaften studiert und anschließend als Redakteur für verschiedene Online-Nachrichtenportale in Syrien und in der Türkei gearbeitet. Seit April 2015 ist er in Deutschland. © Muhamad Abdi
Doch die Deutschen überraschen uns schon wieder. Ganz offensichtlich verstehen sie sehr wohl den Unterschied zwischen denen, die hierher kommen, um in Frieden zu leben, und den Kriminellen, die es darauf abgesehen haben, mit Hass die Menschen und die Religionen auseinanderzutreiben. Das Ziel der Terroristen ist es, das Ansehen der Geflüchteten hier zu zerstören, so dass keiner mehr den Unterschied erkennen soll zwischen friedlich und gewalttätig, zwischen gut und kriminell. Das ist, was sie wollen.
Doch bald schon werden sie feststellen müssen, dass ihr Plan nicht aufgeht. Die wunderbaren Berliner lassen sich nicht anstecken von diesem Hass. Das mag an der Geschichte von Berlin liegen. Zwei Weltkriege, Zerstörung, die Mauer: Berlin hat das alles überstanden und das hat den Charakter der Stadt geprägt.
Dafür lieben wir dich, Berlin! Wir wollen helfen, dich zu beschützen. Von Muhamad Abdi
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Terror in BerlinOh nein, mein Berlin!
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Wir sind vor dem Terror geflohen, wir wollen nicht, dass er uns einholt.
Viele der Neuberliner arabischer Herkunft stehen seit dem Anschlag vor der Gedächtniskirche Montag unter Schock. Ich gehöre auch dazu. Ich kenne die Brutalität des Terrors, wie wir ihn in Syrien von Seiten des Regimes und von Seiten des IS erleben. Gerade deswegen nimmt mich so mit, was jetzt hier in Berlin geschieht.   
Flüchtlinge sind in mehrerer Hinsicht von dem Anschlag betroffen. Zunächst, das ist selbstverständlich, sind wir alle gegen solche Taten, da sie gegen unschuldige Menschen gerichtet sind. Der Terror kann jeden von uns treffen. Zudem richtet sich die Gewalt gegen unsere wunderschöne Stadt Berlin, die so sehr zu einem Mosaik aller Kulturen geworden ist.
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Natürlich wuchs die Angst, dass rechte und populistische Parteien diese Lage ausnutzen würden – und sie versuchten es auch. Sie riefen am 21. Dezember zu einer Demonstration auf: Gegen die Politik der offenen Türen, wie sie von Bundeskanzlerin Merkel und der Regierung vertreten wird. Doch was geschah? Zur gleichen Zeit gab es eine Gegendemonstration. Die Menschen warnten davor, Flüchtlinge pauschal zu verurteilen. Sie erneuerten ihre Willkommenskultur und drückten Merkel ihre Unterstützung aus.
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Khalid al-Aboud (32) hat an der Universität von Damaskus arabische Literatur studiert. Er arbeitete als Lehrer in seiner Heimatstadt Deraa und hat in Jordanien für die Radiosender Rozana und al-Balad gearbeitet. Seit 2014 ist er in Berlin und engagiert sich beim Storytellingprojekt "House of Syrian Stories". © Khalid al-Aboud
Nachdem bekannt wurde, dass im Fahrerhäuschen des Lkw die Papiere eines Tunesiers gefunden wurden, entbrannten in der arabischen Facebook-Community heftige Diskussionen: Wieso hatte es 36 Stunden gedauert, bis die Papiere auftauchten? Wie kann es sein, dass der Täter einfach seine Papiere verliert? Das erinnerte viele daran, dass nach dem Anschlag in Paris im November 2013 neben der Leiche eines der Attentäter sein syrischer Ausweis gefunden wurde. Daraufhin schreib ein syrischer Freund in sein Facebookaccount: "Eines wissen wir sicher: Die Polizei wird keinen syrischen Ausweis neben einem Attentäter finden!" Er schrieb das nicht nur, weil die meisten Syrer bereits bei ihrer Einreise von den deutschen Behörden einen neuen Ausweis ausgestellt bekommen.
Das was in Berlin nun geschehen ist, macht mich und viele andere Neuberliner sehr traurig. Berlin ist die Stadt, die uns aufgenommen hat, nachdem die ganze Welt ihre Türen vor uns verschlossen hat. Von Khalid al-Aboud

Medienrechtler fordern mehr Transparenz von ARD und ZDF
Dörr: Geist des ZDF-Urteils nicht überall erfasst - Schoch sieht Rechenschaftspflicht
Berlin (epd). ARD und ZDF müssen nach Ansicht des Mainzer Medienrechtlers Dieter Dörr mehr Transparenz zeigen. Der Geist des ZDF-Urteils des Bundesverfassungsgerichts sei auch auf Intendantenebene noch nicht in allen Anstalten voll erfasst worden, sagte Dörr am 8. November bei einem Expertengespräch in Berlin. Transparenz solle nicht allein den Aufsichtsgremien gegenüber, sondern der Gesellschaft gegenüber geübt werden. Dörr kritisierte auch, dass öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten sich selbst als "Unternehmen" oder "Konzern" bezeichnen: "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist kein Unternehmen, sondern erfüllt eine öffentliche Aufgabe."
Bei der Diskussionsrunde des Mainzer Medien Disputs und der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) zum Thema "Mehrwert Transparenz" sagte Dörr, grundsätzlich werde der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der jetzigen Medienwelt mehr als je zuvor gebraucht. In einer immer pluralistischer werdenden Gesellschaft müssten die Sender die demokratischen und kulturellen Grundwerte vermitteln. Dazu gehöre auch, dass der öffentliche Rundfunk für das Publikum attraktiv bleiben und etwa über Sportereignisse berichten müsse. Allerdings rechtfertige er sich zu wenig mit seinen Stärken und gestehe zu selten eigene Fehler ein.
In einer bei der Veranstaltung verbreiteten Stellungnahme bezeichnete es der Freiburger Staatsrechtler Friedrich Schoch als "ein grundlegendes Missverständnis, wenn angenommen wird, die Rundfunkfreiheit entbinde prinzipiell von Transparenzpflichten". Zutreffend sei das Gegenteil, führt Schoch aus. In seinem Gutachten heißt es unter anderem: "Pikant wird es, wenn eine Rundfunkanstalt aufgrund fest kalkulierbarer Einnahmen den Wettbewerb ausschalten und de facto eine Monopolsituation selbst schaffen kann. Dazu könnten die ,Sportrechte' Beispiele bieten." Wenn etwa am Werbemarkt ungefähr 40 Millionen Euro für die Champions League refinanzierbar seien und ein öffentlich-rechtlicher Sender über 50 Millionen Euro für den Rechteerwerb biete, werde die Rechenschaftspflicht gegenüber den Beitragszahlern zu einer Selbstverständlichkeit.
Schoch kritisiert in der Stellungnahme auch, dass sich die Politik schwer tue, verbindliche Vorgaben für die Offenlegung von Informationen zu machen. Die Rechtsprechung könne in diesem Bereich kaum systematisch wirken, sondern nur fallbezogen und punktuell. Wünschenswert wäre ein stärkeres Eintreten der Anstaltsgremien für Transparenz, so Schoch.
Bei der Veranstaltung stellte zudem der Berliner Unternehmensberater und Herstellungsleiter Jörg Langer erste Ergebnisse einer Studie im Auftrag der AG Dok vor, an der er seit rund vier Wochen arbeitet. Dabei verwendet Langer ausschließlich öffentlich zugängliche Daten der Sender und der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Zwar gebe es in einigen öffentlich-rechtlichen Sendern bereits eine "Transparenz-Offensive", die sich etwa in regelmäßig veröffentlichten Produzentenberichten zeige, so Langer. Die Sender müssten aber die Rückstellungen aus Abgaben transparenter darstellen und Kategorien wie den Beschaffungs- und Programmaufwand einheitlich benennen, um Vergleichbarkeit herzustellen.
Langer hat festgestellt, dass sich die Kosten für Sport dynamisch nach oben entwickeln. So hätten beim ZDF im Jahr 2014 Sportrechte etwa 30 Prozent der Kosten, aber nur sechs bis sieben Prozent der Sendefläche ausgemacht. Zugleich sei zu beobachten, dass sich die Kosten des Programmbereichs Kultur und Wissenschaft nach unten entwickelt hätten. Im Bereich Politik/Gesellschaft hielten sich dagegen Kosten und Sendefläche nahezu die Waage. Nach dem Effizienzkriterium "Zuschauererreichung" - also der pro ausgegebenem Euro erreichten Zuschauerzahl - seien Sportereignisse dabei trotz der hohen Marktanteile insgesamt wenig erfolgreich. Die von der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung geförderte Studie soll Ende März 2017 veröffentlicht werden.
Aus epd medien Nr. 46 vom 11. November 2016